An Parkinson sind derzeit über eine Million Menschen in Europa erkrankt. Damit handelt es sich um eine der häufigsten Krankheiten, die das Nervensystem betreffen.
Meist tritt sie im Alter von 55 bis 65 Jahren auf, doch selten entwickelt sie sich auch bereits in jüngeren Jahren.
Morbus Parkinson ist noch nicht heilbar. Aber mit verschiedenen Therapien können die Auswirkungen über einen längeren Zeitraum verringert werden.
Beim Parkinson sterben zunehmend spezielle Nervenzellen im Gehirn ab. Der Prozess bleibt oft zunächst lange Zeit unbemerkt.
Die vier Hauptsymptome sind:
- Bradykinese / Akinese / Hykinese – Bewegungsabläufe: Verlangsamung, Blockade und Verarmung von Bewegungsabläufen, die alle Körperregionen und somit Funktionen betreffen können (Gehen, Schreiben, Greifen, Sprechen, Schlucken etc.).
- Rigor – Steifigkeit: Anhaltende, unwillkürliche Anspannung der Muskeln, die zu einer zunehmenden Steifigkeit führt und vor allem die Beugemuskeln betrifft. Sie ist oft mit Schmerzen verbunden, insbesondere an Schulter und Hüftgelenk. Der Rigor ist ein Grund für die typische vorgebeugte Haltung.
- Tremor – Zittern: Zittern, das überwiegend die Hände, seltener die Füße betrifft und vor allem in Ruheposition (jedoch nicht im Schlafen) auftritt. Anders als die frühere Bezeichnung für Parkinson „Schüttellähmung“ nahe liegt, entwickelt nicht alle Patienten einen Tremor.
- Haltungsinstabilität – Gang- und Haltungsstörung: Gang und Haltungsstörungen, vor allem bei Tempo- und Richtungswechseln, die eine erhöhte Sturzgefahr zur Folge haben.
In der Regel kommen diese Symptome in Kombination vor.
Als Behandlungsmittel werden Tablettentherapien, Pumpentherapien oder die Tiefehirnstimulation eingesetzt. Diese werden ergänzt durch Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie sowie jeder Form der Bewegung.

